Was können Sie hier sehen?

Verfolgen Sie die nebenstehende Demonstration durch einen ganzen Zyklus hindurch. Insbesondere achten Sie auf die blaue Gestalt hinter den orangefarbenden Quadraten.

Nach einem Zyklus weiß man zwar, dass sich da ein konstant-gleichgroßes blaues Quadrat dreht, aber für fast alle Betrachter scheint es bei schmalen Schlitzen die Größe zu ändern, es “atmet” sozusagen.

Was kann man noch machen?

Man kann die Lückengröße (‘Gap’) manuell einstellen für maximalen Effekt. Oder die Transparenz der verdeckenden Quadrate kann verstellt werden (Regler unter dem orangefarbenen Farbwähler); manchmal findet man eine Stärke wo man “visuell umschalten” kann zwischen der Atmungsvorstellung und einem konstant rotierenden Quadrat.

Wie funktioniert das?

Normalerweise können wir sehr gut verdeckte Objektgrenzen erraten. Bei “atmenden” Figuren wie dieser hier geht das offenbar nicht. Eine ausführliche Diskussion findet sich bei Bruno (2001).

Quellen

Shiffrar M & Pavel M (1991) Perception of rotation through apertures. Z Exp Psychol: Human Perception and Performance 17:749–761

Bruno N (2001) Breathing illusions and boundary formation in space-time. In: Shipley TF, Kellman PJ (eds), chapter 17, 531–556 (ISBN-13: 978-0444505064)

[→ Weitere Informationen auf Englisch]

 
→Sehphänomene