“Das Mars-Gesicht”

1976

Was können Sie hier sehen?

1976 sendete der Orbiter „Viking“ viele Bilder vom Mars an die Erde. Darunter befanden sich auch Bilder der Region Cydonia. Eines davon zeigt eine Felsformation, die stark an ein menschliches oder humanoides Gesicht erinnert, das direkt in den Himmel blickt. Endlich war klar wo Elvis geblieben war…

1998 erreichte der Mars Global Surveyor den Roten Planeten mit einer besseren, höher auflösenden Ausstattung als Viking sie dabei hatte. Ursprünglich hatte die NASA nicht geplant, die Cydonia-Region erneut zu untersuchen. Doch der Aufschrei der Öffentlichkeit war so groß, dass der MGS im April 1998 diese Gegend noch einmal fotografierte.

Wenn sie die Maus über die nebenstehende Figur bewegen (oder es antippen), erscheint das neuere Foto. Es wurde etwas gedreht und angepasst, um dem 22 Jahre älteren Foto zu entsprechen. Sie können selbst beurteilen, ob Sie die Felsen als Gesicht – etwa 2,5 km lang, 2 km breit und 500 m hoch – interpretieren wollen. Natürlich konnte keine der unvermeidlichen Verschwörungstheorien durch das neue Bild ad acta gelegt werden…

Wie funktioniert das?

Wir haben eine sehr hoch entwickelte Fähigkeit, Muster auch in gestörten Bildern zu erkennen. Das ist meist sehr erfolgreich, siehe z. B. hier. Doch kann es dabei auch passieren, dass man sinnvolle Deutungen reinem Rauschen zuschreibt – statistisch gesehen handelt es sich hierbei um einen Fehler vom Typ I: eine falsch positive Erkennung. „Pareidolie“ ist der Fachausdruck dafür.

Einige nette Beispiele: 2006 wurde ein neues Gesicht in Peru gefunden [GoogleMaps, Register article]. Außerdem ein Indianer mit einem iPod [GoogleMaps], und schließlich noch der heilige Toast

[→ Weitere Informationen auf Englisch]

 
→Sehphänomene