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Was können Sie hier sehen?

In gewisser Weise sind alle Farben Täuschungen, zumindest sind sie faszinierende Sehphänomene. Hier kann man experimentell Farben mischen, und zwar sowohl additiv (links) wie subtraktiv (rechts).

Was kann man machen?

Im anfänglichen Automatik-Modus sehen die Mischungen fast zufällig aus. Um die Systematik zu sehen, schaltet man am besten alle Scheinwerfer voll an (mit dem preset unten), das gibt Weiß als additive Mischung. Nun kann man einzelne Scheinwerfer runterregeln. Wenn z.B. blau aus ist, ergibt sich gelb.

Weniger anschaulich ist das “subtraktive” Farbmissen. Am besten erstmal wieder auf weiß stellen. Dann erprobt man, wie das Cyan-Filter nur grün und blau durchlässt und rot blockt; Magenta-Filter lassen rot und blau durch, blocken grün; Gelb-Filter lassen rot und grün durch, sie blocken blau. Deshalb wird das (etwas irreführend, siehe unten) “subtraktive” Farbmischung genannt.

Schließlich kann man noch erst mal additiv einen bunten Strahl mischen und ihn dann durch die subtraktiven Filter schicken. Dass passiert z.B. wenn man einen Photoausdruck aus einem Tintenstrahlfarbdrucker (die benutzen subtraktive Mischung) in getöntem Licht (z.B. abends) betrachtet.

Wie funktioniert das?

Farbensehen ist ein kompliziertes Gebiet wo viele Faktoren mitspielen, besonders wenn es in den künstlerischen Bereich geht. Ein “Flaschenhals” muss jedoch immer passiert werden: die Lichtempfänger (Photorezeptoren, hier die Zapfen) im Augen. Es gibt 3 Sorten: “rot” (eigentlich rötliches gelb, L), “grün" (eigentlich grünliches Gelb, M) und 5% Blauzapfen (S). Also ist alles Farbensehen dreidimensional (womit nicht räumliche Tiefe gemeint ist), und man kann sowohl additiv wie subtraktiv mit 3 Farbe (fast) alle anderen ermischen, phänomenologisch reichen 3 Parameter aus, z.B. Helligkeit, Farbton und Farbsättigung.

Additive Farbmischung passiert typischerweise am Bildschirm, subtraktive beim Druck.

Erfahrene Künstler werden wissen, dass Mischen von Malerfarben noch anders ist. Das hat 2 Gründe: 1. Pigmentfarben mischen an ihrer Oberfläche additiv, Strahlen die hindurchgehen und vom Malgrund reflektiert werden zusätzlich subtraktiv. 2. Verschiedene Pigmente können ähnlich aussehen aber sehr unterschiedliche Mischungen ergeben. Ursache ist, dass wir alle in gewisser Weise farbenblind sind: sehr verschiedene Spektren können gleich aussehen (man nennt sie dann “Metamere”), wenn sie nur dasselbe Aktivierungstripel in den 3 Zapfentypen auslösen.

Quellen

Krastel H, Kolling G, Schiefer U, Bach M (im Druck) Qualitätsanforderungen an die Untersuchung des Farbsinns. Der Ophthalmologe

Wyszecki G, Stiles WS (1982) Color science: concepts and methods, quantitative data and formulae. Wiley, New York

Goldstein BE (2009) Sensation and Perception. Wadsworth Publishing Company, ISBN-13: 9780495601494

[→ Weitere Informationen auf Englisch]

 
→Sehphänomene