Was können Sie hier sehen?

Rechts sehen Sie einen roten Stern, der von schwarzen Linien umgeben ist. Dieser rote Stern ist von einem neon-artigem “Schimmern” oder “Glimmen” umgeben, so dass er fast wie eine rote Scheibe erscheint.

Das Schimmern sieht man aber nur, wenn der innere Stern nahtlose in den äußeren übergeht. Beim Start läuft “Autorun”, da werden automatisch verschiedene Kombinationen durchgespielt.

Was können Sie ausprobieren?

Wenn Sie die Steuerboxen anhaken (Autoran schaltet sich automatisch aus), können Sie sehen dass das Schimmern verschwindet, wenn der schwarze Kranz ebenfalls verschwindet. Wenn die Linien des roten Sterns und des schwarzen Kranzes sich nicht direkt fortsetzen (Lücke oder Verdrehung), dann verschwindet ebenfalls das Schimmern. Mit den Farbwählern kann man sehen, dass der Neoneffekt bei allen Farben auftritt, doch müssen sie möglichst gesättigt sein.

Dieser Effekt funktioniert übrigens auch, wenn die Linien verschiedene Graustufen haben.

Woher kommt das?

Unklar.

Quellen

Varin D (1971) Fenomeni di contrasto e diffusione cromatica nell organizzazione spaziale del campo percettivo. Rivista di Psicologia 65:101–128

Tuijl HFJM van (1975) A new visual illusion: Neonlike color spreading and complementary color induction between subjective contours. Acta Psychologica 39:441–445

Redies C & Spillmann L (1981) The neon color effect in the Ehrenstein illusion. Perception 10:667–681

Redies C, Spillmann L & Kunz K (1984) Colored neon flanks and line gap enhancement. Vision Res 24:1301–1309

Bressan P, Mingolla E, Spillmann L &Watanabe T (1997) Neon color spreading: A review. Perception 26:1353–1366

Kitaoka A, Gyoba J, Kawabata H & Sakurai K (2001) Two competing mechanisms underlying neon color spreading, visual phantoms and grating induction. Vision Res 41:2347–2354.

[→ Weitere Informationen auf Englisch]

 
→Sehphänomene